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HOMEPAGE > ROTTWEIL 18.03.2010, 11:25:21 Uhr Freie Wähler besuchen Einrichtungen des Roten Kreuzes Beeindruckt vom breit gefächerten TätigkeitsfeldDer stellvertretende Kreisgeschäftsführer des DRK und zugleich Leiter der Sparte „Soziale Dienste“, Dieter Gaus, berichtete, dass mittlerweile der Tafelladen an vier Wochentagen geöffnet sei und es bereits 660 Berechtigte gebe. An jedem Berechtigungsschein hängen durchschnittlich drei Personen, da der Schein für die ganze Familie zum Einkauf berechtige. Da die Zahl der Bedürftigen von ursprünglich 300 und die Inanspruchnahme des Tafelladens seit der Eröffnung im April 2007 stetig gewachsen sei, sei der jetzige Ladenraum mit seinen 60 Quadratmetern Verkaufsfläche und seinen 55 Quadratmetern Lagerfläche bereits an der Kapazitätsgrenze angelangt. Ein neuer Raum mit einem möglichst innenliegenden Warteraum für die Berechtigten wäre auch im Hinblick auf die Menschenwürde der Betroffenen wünschenswert. Thomas J. Engeser, Kreisverbandsvorsitzender des DRK, betonte, dass das Ziel des Tafelladens wirtschaftlich gesehen immer ein schwarze Null sei; dies sei aber nur durch die zahlreichen Geldspenden, die Sachspenden durch die Supermärkte und vor allem durch die mittlerweile 40 ehrenamtlich Tätigen möglich, denen er hier nochmals ausdrücklich für ihr Engagement danke. Anschließend führte der Leiter der Rettungsleitstelle, Peter Heider, die Freien Wähler durch die integrierte Rettungsleitstelle im alten Krankenhaus. Alle Notrufe mit der Nummer 112 landen in der Hauptwache in Rottweil oder den Außenstellen Sulz, Oberndorf, Schramberg oder Schiltach. Die Hilfsfristen, was bedeute, dass das Einsatzfahrzeug innerhalb von 15 Minuten am Unfallort eintreffe, werde im Landkreis Rottweil auch vom Notarzteinsatzwagen eingehalten. Der jeweilige Disponent, bei dem der Notruf eingehe, entscheide, ob der Einsatz des Notarztes erforderlich sei. Die Nummer 19222 sei lediglich für einen erforderlichen Krankentransport gedacht und werde nicht mehr als Notrufnummer beworben. Eine separate Notrufnummer für medizinische Notfälle sei zur Zeit nicht vorgesehen, wäre aber von Seiten des Rettungsdienstes wünschenswert. Neben dem Rettungsdienst und Krankentransport werden auch die Feuerwehren im Landkreis Rottweil über die Leitstelle alarmiert. Entsprechend werden vom Landkreis Personalkosten für die Leitstelle anteilig erstattet. Der DRK-Kreisgeschäftsführer, Gerd Gienger, wies darauf hin, dass es immer wieder zu böswilligen Alarmen käme, die aber dank heutiger Technik eine sehr hohe Aufklärungsquote hätten. Heider erläuterte, dass im Jahr circa 9900 Krankentransporte und etwa 8600 Notfallfahrten durchgeführt werden. Schließlich referierte Dieter Gaus über die Arbeit des Roten Kreuzes mit besonderem Augenmerk auf den ehrenamtlichen Tätigkeiten im Landkreis Rottweil. Es gäbe hier 376 Ehrenamtliche in den DRK-Bereitschaften und 196 Frauen und Männer in den sozialen Diensten. Im Jugendrotkreuz engagieren sich landkreisweit 300 Kinder und Jugendliche. In diesem Jugendverband befassen sich die jungen Menschen bei ihren Projekten mit Umweltschutz, gewaltfreier Lösung von Konflikten und Folgen von sozialer Ausgrenzung. Das Leitbild des DRK laute, sich im Zeichen der Menschlichkeit für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde des Menschen einzusetzen. Daraus ergeben sich die vielfältigen Angebote des DRK wie etwa die Selbsthilfegruppen für Diabetiker Typ I und Typ II oder die DRK-Kleiderausgabestellen. Des weiteren werden Spielenachmittage für Senioren, Gesundheitstreffs mit den unterschiedlichsten Themen um die Gesundheitsvorsorge, Senioren- und Wasserqymnastik mit 1400 Teilnehmern in 70 Gruppen im Landkreis Rottweil, Gesundheitsprogramme wie Yoga und Walking aber auch Hilfsangebote für Pflegende in den verschiedensten Ausprägungen angeboten. Die Aktionskreismitglieder zeigten sich sehr beeindruckt von dem breit gefächerten Tätigkeitsfeld und dem großen ehrenamtlichen Engagement sowie den Leistungen der hauptamtlichen Mitarbeiter beim DRK. |
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