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Renate von Witzleben, Präsidentin Lions Club Donau-Neckar und Hans-Jörg Bley, Past President Lions Club Donau-Neckar überreichen die Spende des Lions Club Donau-Neckar an die Leiterin der Fachstelle Sucht Rottweil, Anja Klingelhöfer.
Foto: pm
08.02.2010, 13:55:11 Uhr


Lions Club Donau-Neckar

Lions Club fördert Ausbildung ehrenamtlicher Suchtkrankenhelfer


ROTTWEIL, 8. Februar (pm) - Durch die Unterstützung des Lions Club Donau-Neckar wurde 2009 in der Fachberatungsstelle Sucht des Baden-Württembergischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation mit der Ausbildung drei weiterer ehrenamtlicher Suchtkrankenhelfer begonnen. Es handelt sich hierbei um zwei ehemals Betroffene und die Angehörige eines abhängigkeitserkrankten Menschen, die sich für die Weitergabe ihrer Erfahrung und die Unterstützung anderer Betroffener und Angehöriger interessieren.

Für die Beratungsstelle sind diese ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfer von unschätzbarem Wert. Sie leiten nach erfolgter Ausbildung Selbsthilfegruppen im ganzen Landkreis und in der Beratungsstelle in Rottweil. Gleichzeitig unterstützen sie die hauptamtlichen Mitarbeiter bei Informationsveranstaltungen oder in Gruppen.

„Wir können den Betroffenen oft besser deutlich machen, dass sich ein Leben ohne Suchtmittel lohnen kann und dass ein Ausstieg immer möglich ist“, sagt Frau K. langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin der Fachstelle Sucht. „Mir macht es große Freude, die wiedergewonnene Zuversicht und Zufriedenheit an andere Menschen weiterzugeben, die diesen Weg noch vor sich haben.“ „Die Ausbildung als ehrenamtlicher Suchtkrankenhelfer beim bwlv hat mich in meinem Weg bestärkt und mir viel nützliches Werkzeug an die Hand gegeben“, so weitere Kommentare, der nun in Ausbildung befindlichen Helfer.

Die Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer ist sehr gründlich. Sie geht über drei Jahre und vermittelt verschiedene Fertigkeiten, etwa in der Leitung von Gruppen, Gesprächsführung, Selbstreflexion und suchtspezifischen Fachkenntnissen. Die Teilnehmer sind Selbstbetroffene oder Angehörige, sie müssen eine mehrjährige Abstinenz nachweisen können. Ziel ist es, die Teilnehmer zu befähigen Selbsthilfegruppen zu leiten und die Beratungsstelle bei Projekten, zum Beispiel in der Prävention oder bei Informationsveranstaltungen zu unterstützen.

Manchmal werden auch einzelne Betroffene individuell begleitet, etwa bei Fahrten zur Aufnahme in eine stationäre Therapie. Da die Kosten der Ausbildung von der Beratungsstelle getragen werden, konnte bisher nur ein Teilnehmer pro Ausbildungsgang angemeldet werden.

Durch die Unterstützung des Lions Club und das Engagement seiner Mitarbeiter, etwa die Erstellung und den Verkauf des Rottweiler Adventskalenders, ist es 2009 erstmals möglich gewesen, drei dringend benötigte Suchtkrankenhelfer ausbilden zu lassen. Die Finanzierung ihrer Ausbildung ist im wahrsten Sinne Hilfe zur Selbsthilfe.





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