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HOMEPAGE > MUSIK Die Gebrüder Mehl mit Band: Ferenc (links) und Magnus (zweiter von rechts). Foto: pm
17.03.2010, 11:31:45 UhrMehl-Quartett präsentiert erste Label-CD / Konzert am 21. März im Badhaus Soli wie SahneWortwitz war bei der Wahl der Location eigentlich kein Kriterium. Aber kleine Vexierspiele, überraschend wechselnde Blickwinkel und Bezüge passen zur Formation um die aus Rottweil stammenden mehrfach preisgekrönten Brüder Ferenc (Drums) und Magnus Mehl (Saxofon). Auch ihre Musik zeichnet sich durch erfrischende Perspektivwechsel aus – und freilich nicht minder durch Stimmigkeit, Dichte und jede Menge Vitalität. Wie sehr das alles harmoniert in diesem Quartett, das im Januar 2007 im Jazzkeller Villingen debütierte, wird bei „Baden verboten!“ deutlich. Entstanden direkt im Anschluss an eine Reihe von Auftritten in Deutschland im Oktober 2009, sind die Aufnahmen noch ganz von der Tournee-Erfahrung getragen. Dabei schließt der gereifte Elan auch den Tenor- und Altsaxophinisten Jake Saslow mit ein. Ihn haben Magnus und Ferenc Mehl über die Stammbesetzung mit Martin Schulte (Gitarre) und Fedor Ruskuc (Bass) hinaus für die Tour und die anschließende CD-Produktion als Gast von FUMMQ gewonnen. Saslow stammt aus New York, ist derzeit Stipendiat des Thelonious Monk-Instituts in New Orleans und hat bereits mit wahren Jazz- Legenden wie Wayne Shorter, Herbie Hancock und Ron Carter zusammen gearbeitet. Auf der CD erweist er sich denn auch als starker, eigenwilliger Partner, mit dem Magnus Mehl immer wieder launig wetteifert. Beide Saxofonisten geben wechselnd oder gemeinsam zentrale Impulse – kein Wunder, dass Magnus Mehl im Gespräch mit der NRWZ von einer „absoluten Wunschbesetzung“ schwärmte. Der Tonträger insgesamt – der erste der Band bei einem professionellen Label – bietet ein reizvolles Tableau. Es reicht von rasanten, zupackend-eruptiven bis zu ballandenartigen, fast träumerischen Stücken. Drei der neun Nummern stammen von Magnus Mehl, eine von Ferenc Mehl. Hier zeigen sich eigene Handschriften, die keinen süffigen Sound bieten und durchaus knifflig sein können, die aber gleichwohl ins Ohr gehen. Auch melodiöse Bebop- und Swing-Elemente finden sich, und immer wieder kann man Soli wie Sahne genießen. Info: Das Konzert am 21. März im Badhaus beginnt um 20 Uhr. Die beim Label Neuklang erschienene CD „Baden verboten!“ ist für 17,99 Euro im Handel erhältlich. |
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