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Tolle Stimmung herrschte beim Bürgerball der Deißlinger Narrenzunft.
Foto: Bruno Bantle
08.02.2010, 11:39:09 Uhr


Bürgerball der Narrenzunft Deißlingen

Zahlreiche Akteure begeistern das Publikum


DEISSLINGEN, 8. Februar (bb) - Mit einem zauberhaften Programm begeisterten die zahlreichen Akteure beim Bürgerball der Narrenzunft Deißlingen die Besucher. Entsprechend dem Motto der Hagenverwürger „So an Zauber“ brauten die Darsteller auf der Bühne eine abwechslungsreiche, farbenprächtige Mischung mit Zaubertrank, Zylinderhut oder auch verwunschener Hexe auf der Bühne.

Nach dem Einmarsch der Hagenverwürger, dem Hoarn und dem Hannes sowie der Musikkapelle und der Begrüßung durch den stellvertretenden Zunftmeister Klaus Kapala gab es gleich die erste Überraschung. Die Zunft kann nicht nur 100 Jahre Hagenverwürgen feiern, sondern es jährte sich auch zum dreissigigsten Male, dass die Narrenkinder den Bürgerball eröffnen. So wollten es sich auch die vielen inzwischen erwachsenen „Narrenkinder“ zum Jubiläum nicht nehmen lassen, nochmals gemeinsam aufzutreten.

Nachdem sie aus einem großen Kessel ihren Zaubertrank genossen hatten, sprudelten unter der Regie der beiden Initiatoren Christa und Hans Hengstler eine große Anzahl an Narrensprüchen und Fasnetsreimen aus diesen 30 Jahren heraus. Dass die Deißlinger Fasnet sowohl traditionell aber auch höchst lebendig und auf der Höhe der Zeit ist, bewiesen die alten Narrenkinder mit dem aktuellen Spruch: „ Fiabrig, fiabrig , fiabrig isch dia Sau, und ischd die Sau nit fiabrig hit, dann geits au gar koa Schweinegripp“.

Im Gegenteil. Mit der Aufforderung: „Gond vu da Bühne mit euren alte Zöpf, jetzt wird `s Zeit für neie Köpf“ eroberten die jungen Narrenkinder unter der Leitung von Gerda und Steffi Liebermann die Bühne und glossierten die derzeitigen aktuellen Sorgen und Vorkommnisse in Deißlingen , wie die Suche nach einem neuen Arzt. Und fürs nächste Jahr wollen die Narrenkinder den Lauffener Kröpfern, die wegen des zugefrorenen Brunnens Schwierigkeiten bei der Fiaßwäsch hatten, zur Abhilfe einen Tauchsieder schenken.

Eine echte Bereicherung sind die beiden Ansager Tizian Lemperle und Lars Hirt, die in geschliffener Deißlinger Mundart und mit Zaubersprüchen durchs Programm führten. Viel Beifall für ihre Showtänze erhielten die Mädels der beiden SGD- Tanzgruppen „Chicas from the hood“ von Katharina Bretthauer und die farbenprächtigen „Sixteens“ die von Sabrina Schumpp, Ellen Losing und Sybille Schmeh einstudiert wurden.

Ein Glanzlicht lieferten der Zauberer „Humagah“ (Rainer Schmeh) und der „kleine Hage“ (Andrea Kunz) nach dem Motto „Hagaschwanz- Zylinderhuat, Hagazauber hilft mir guat“. Die beiden brachten mit ihren tollen Narrenstückle das Publikum zum Lachen. Neben den närrischen Possen einiger Narrenräte gab es auch Amüsantes zu erfahren über den neuen Schultes, der in einer Nacht von seiner Gattin als „Buddha im Schneidersitz“ vorgefunden wurde . „Vielleicht isch dees a Mühlheimer Sitte? Bei is geits des nit, gwöhns ihm ab, Saskia, bitte!“ lautete die Aufforderung der beiden an seine Frau.

Ein echter Knaller war der Auftritt der Gruppe Skrös, die eine Gemeinderatssitzung vom Feinsten präsentierten. Unter der Moderation des Bürgermeisters (Christoph Kron) lieferten sich die zwei Ratsmitglieder Wolfgang Donkuss (Jan Seligmann) und Bernd Furcht (Daniel Rottweil) von der (Sehr Perfekten Deißlinger) SPD –Fraktion sowie Karin Schmuh (Michael Schmitt), Jürgen Trabant (Marcel Traber) und Metzger Michael Stutz (Gerhard Stern) von der (Cähe Deißlinger Unterwegs) CDU- Fraktion närrische Wortgeplänkel. Wie in einer richtigen Ideenwerkstatt sprudelte es nur so von witzigen, abstrusen Anträgen und Wortbeiträgen.

In einem musikalischen Intermezzo sorgte der Fanfarenzug der Schwenninger Narrenzunft in einem erfolgreichen Gastauftritt für kräftigen Wirbel und tolle Stimmung. Seit vielen Jahren garantiert die Hagebänd beim Bürgerball für Hochstimmung und natürlich lieferten sie auch dieses Mal mit der närrischen Oper „Die Zaubertröte“ wieder einen großartigen Schlusspunkt. Schließlich begeisterte die Hagebänd das Publikum noch mit einigen lokalen Hits wie der „Deißlinger Fasnet“ und der ganze Saal stimmte ein. Die Polonaise aller Akteure beendete das Programm des sehr gelungenen Bürgerballs.





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