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05.02.2010, 18:00:04 Uhr


Jugendschutzkontrollen an Fasnet

Polizei und Jugendamt gemeinsam unterwegs


KREIS ROTTWEIL, 5. Februar (pz) - Bislang sind Polizei und Jugendamt recht zufrieden mit der Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen an der Fasnet. Polizei und Jugendamt haben in den vergangenen Wochen bereits mehrere Veranstaltungen im Kreis Rottweil überprüft und werden ihre Kontrollen auch in der nun folgenden heißen Phase fortsetzen. Aus diesem Grund sollen mit der Presseveröffentlichung die geltenden Bestimmungen nochmals ins Gedächtnis gerufen werden.

Die Jugendschützer waren unter anderem in Bösingen, Wilflingen und beim „Rolletag“ in Hardt und am Narrentag in Oberndorf unterwegs. Dabei stellten sie fest, dass die meisten Veranstalter mittlerweile geeignete Konzepte gefunden haben, um bei ihren Bällen und Tanzveranstaltungen die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften zu gewährleisten. Bei den Großveranstaltungen wurden zumeist Sicherheitsdienste eingesetzt, die teilweise gemeinsam mit den Veranstaltern Einlass- und Alterskontrollen vornahmen. Hier gab es kaum Anlässe zu Beanstandungen.

Während bei den größeren Veranstaltungen Einlasskontrollen mittlerweile fast selbstverständlich sind, ist dies bei Besenwirtschaften, die von Privatleuten betrieben werden, eher selten zu beobachten.

Hier fehlt meist die Erfahrung mit solchen Situationen, so dass in der Hektik des Geschehens die Einhaltung der Vorschriften nicht mehr gewährleistet ist. Oftmals wird dabei auch unterschätzt, dass solche Lokalitäten schnell überfüllt sind und im Panikfall eine sichere Räumung nicht gewährleistet ist.

Deshalb empfehlen Polizei und Jugendamt, sich entsprechend vorher zu informieren. Die Mitarbeiter des Jugendamts und die Jugendsachbearbeiter der Polizei stehen für Fragen jederzeit als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Mit den intensiven Kontrollen sollen vor allem alkoholbedingte Auswüchse verhindert werden – insbesondere aggressives Verhalten und Körperverletzungsdelikte. An Wochenenden wird die Polizei regelmäßig zu Schlägereien gerufen, die immer nach demselben Muster ablaufen. Zunächst massiv Alkohol trinken, anschließend provozieren und dann zuschlagen.

Oftmals sind bei solchen Ereignissen Jugendliche unter 18 Jahren beteiligt, als Täter oder als Opfer. Klar wird anhand solcher Ereignisse auch, dass die Entwicklung zu steigendem Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen nicht spurlos am Kreis Rottweil vorbei gegangen ist.

Jugendamt und Polizei wollen hier einen Riegel vorschieben und warnen Erwachsene davor, Kindern und Jugendlichen aus falsch verstandener Liberalität Zugang zu Alkohol zu ermöglichen.

Bei Verstößen ist deshalb auch nicht mit Nachsicht der Kontrolleure zu rechnen. „Wer branntweinhaltige Getränke an Kinder oder Jugendliche abgibt, handelt unverantwortlich. Deshalb werde man bei Verstößen konsequent gegen die Verantwortlichen vorgehen, so Polizei und Jugendamt.

Zusammengefasste Informationen bietet die Jugendschutzbroschüre, die auf den Internetseiten www.landratsamt-rottweil.de oder www.polizei-rottweil.de herunter geladen werden kann.





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