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HOMEPAGE > KREIS 02.11.2009, 10:07:20 Uhr Gesundheitsamt holt Jugendliche aus Freizeitheim zurück Schweinegrippe in Rottweil angekommen - "Wer Angst hat, soll sich impfen lassen"KREIS ROTTWEIL, 2. November - Eine Gruppe Schüler aus der Altstadt, die sich im Kreis Emmendingen in einem Freizeitheim aufhielten, hat sich mit der Neuen Grippe angesteckt. Schon am vergangenen Sonntag seien erste Fälle aufgetreten, am Donnerstag sei dann das Gesundheitsamt von einem Vater, der selbst Arzt ist, informiert worden, sagt Dr. Heinz-Joachim Adam, Leiter des Amts. "Wir haben dann die Rückholung veranlasst", so Adam. Die Eltern und die Leitung des Freizeitheims seien mit Infoblättern und Anrufen beraten worden, um die Weiterverbreitung möglichst einzudämmen. Die üblichen Ratschläge: in den Ärmel husten statt in die Hand, häufiges Händewaschen, und natürlich müssen die Betroffenen zu Hause bleiben. "Die Geschwister dürfen aber in die Schule", so Adam - sofern sie nicht Symptome zeigen. Das Rottweiler Gesundheitsamt empfiehlt, nach Abklingen der Symptome eine Woche daheim zu bleiben, auch wenn das Robert-Koch-Institut meint, die Erkrankten könnten schon einen Tag später wieder aus dem Haus. "Wir haben Hinweise darauf, dass das Virus länger ausgeschieden wird", so Adam. Schulen deshalb zu schließen, wie besorgte Eltern aus der Altstadt es forderten, hält Adam für übertrieben. "Sie legen sonst das soziale Leben in Rottweil lahm". Sei in einer Klasse die Hälfte der Schüler erkrankt, könne man erwägen, diese vorübergehend zu schließen, aber nicht gleich die ganze Schule. Wer erkrankt war, ist danach immun, wer sich schützen will, "wer Panik hat", solle die Hygienemaßnahmen beachten und Menschenansammlungen vermeiden, "oder sich impfen lassen", so Adam. Am besten gegen beide Grippen: "bei der saisonalen Grippe haben Sie viel heftigere Symptome als bei der Schweingrippe". Allerdings sei ein Abstand von zwei bis vier Wochen zwischen den Impfungen empfehlenswert. Und entgegen anderen Meldungen seien mehrere Ärzte im Kreis mit den Impfstoffen versorgt und übernähmen die Impfung. Weitere Fälle der neuen Grippe außer den Schülern aus der Altstadt seien bislang nicht bekannt geworden, so Adam, allerdings: "Jetzt geht es los!". Das November-Schmuddelwetter trage nun zur Ausbreitung der Grippe bei, man erwarte den Höhepunkt im Januar. Beratung zur Schweinegrippe gibt es beim Gesundheitsamt, das eigens eine Mitarbeiterin dafür abgestellt hat. Sie ist erreichbar unter 0741-17445-36 oder über die Zentrale: 0741-17445-0. Dort erfährt man auch, welche Ärzte impfen. |
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